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Postulat Nr. 2022-755 von Jürg Biese, FDP, und Mitunterzeichnenden: Kapazitätserhöhung Ringstrasse Kreisel Mattenhof bis Schlund

Nummer
2022-755
Geschäftsart
Postulat
Status
Eingereicht
Datum
5. September 2022
Verfasser/Beteiligte
Biese Jürg (Erstunterzeichner/-in), Eberhard Reto (Mitunterzeichner/-in), Georgy Roger (Mitunterzeichner/-in), Lindegger Yvonne (Mitunterzeichner/-in), Maissen Stefan (Mitunterzeichner/-in), Schoch Francesca (Mitunterzeichner/-in), Simoes Antonio (Mitunterzeichner/-in), Stampfli Hans (Mitunterzeichner/-in), Strässle-Erismann Ruth (Mitunterzeichner/-in)
Beschreibung

Der Rückbau von Verkehrskreiseln zu Kreuzungen mit intelligenten Ampelsystemen im Kanton Luzern sorgt für Aufsehen und vielerorts auch für Unverständnis. Der Beweggrund für diese geplanten Rückbauten von Kreiseln, welche in den letzten Jahrzehnten infolge ihrer Kapazität und der flüssigen Verkehrsbewältigung hochgelobt und wo immer möglich umgesetzt wurden, ist insbesondere die Priorisierung des öffentlichen Verkehrs (ÖV).

Die Erstellung von Verkehrskreiseln ist eine sehr kostspielige Angelegenheit und galt als Investition in die zukünftige Mobilität. Ein Rückbau nach kurzer Nutzungsdauer ist deshalb alles andere als nachhaltig, weshalb nach anderen Lösungen als dem Ersatz durch Kreuzungen gesucht werden muss.

Sämtliche Verkehrs- und Mobilitätskonzepte der vergangenen Jahre und Jahrzehnte zeigen auf, dass sich durch die Siedlungsverdichtung in unserer Region der vorhandene Modal-Split (Verhältnis zwischen motorisiertem Individualverkehr MIV und öffentlichem Verkehr ÖV) zu einem Verhältnis verändern müsste, wie es in der Schweiz noch nirgends erreicht werden konnte und mittelfristig auch unrealistisch ist. Zudem schränkte es die individuelle Mobilität der Bevölkerung unverhältnismässig ein. Es ist unbestritten, dass der ÖV gefördert und die Bevölkerung zu dessen Priorisierung angehalten und motiviert werden muss. Dies jedoch nicht mit Einschränkungen, sondern mit einer Attraktivierung des ÖV nach dem Motto «freie Wahl statt Vorschrift oder gar Verhinderung».

Die Zunahme der Siedlungsdichte in unserer Region, sowie das damit verbundene Mobilitätsbedürfnis der Bevölkerung, werden in einem Ausmass ansteigen, welches eine Kapazitätserhöhung unserer Verkehrsverbindungen sowohl beim ÖV als auch für den MIV erfordern, die nur mit einer nachhaltigen und ressourcenschonenden Erweiterung der vorhandenen Verkehrswege gewährleistet werden kann.

Im Hinblick auf die weitere Siedlungsentwicklung, die weiteren Entwicklungszentren (z.B. Campus Horw) sowie die bereits heute an ihre Kapazitätsgrenze stossende Ringstrasse, aber auch den oben genannten Rückbau des Kreisels Mattenhof zu einer Kreuzung, fordern die Unterzeichnenden vom Gemeinderat, dass er sich mit all seinen ihm zu Verfügung stehenden Mitteln, u.a. mit seiner Mitwirkung in den Gremien K5, Luzern Plus, K13 sowie im Austausch mit der Stadt Kriens dafür einsetzt, dass:

  • Der Kreisel Mattenhof erhalten bleibt.
  • Keine Kapazitätsreduktion beim Knoten Mattenhof sowie auf der Ringstrasse – weder für den MIV noch für den ÖV erfolgt.
  • Weitere Lösungen zur Kapazitätserhöhung der Ringstrasse im Abschnitt Kreisel Mattenhof bis zum Kreisel Schlund ausgearbeitet werden.
  • Machbarkeitsstudien für eine generelle Kapazitätssteigerung der Ringstrasse im Abschnitt Kreisel Mattenhof bis Kreisel Schlund auf Basis der vorgenannten Lösungen in Auftrag gegeben werden.

Lösungen und Visionen für eine Kapazitätserhöhung im Abschnitt der Ringstrasse, welche im Rahmen von Machbarkeitsstudien (inkl. Kostenschätzung, Vor-/Nachteile, Kosten-Nutzenanalyse, technische und finanzielle Machbarkeit) überprüft werden sollen, könnten die folgenden sein:

  • Untertägige Verkehrsführung (vgl. unterirdisch geführter WankdorfKreisel oder die Autobahn in Neuenburg mit dem Tunnel de Serrières)
  • Übertägige, zweigeschossige Verkehrsführung, z.B. mit der Fortsetzung des Kreisels Schlund auf Höhe des heutigen Kreisels (z.B. für den ÖV sowie den Langsamverkehr)
  • Ausbau der heutigen Verkehrsführung durch minimale Verbreiterung (z.B. Einführung einer zusätzlichen Busspur)
  • Anschluss der Ringstrasse an die von der Stadt Kriens angestrebte Verlängerung des Bypasses Luzern bis Horw (kombinierte Nutzung des eingedeckten Bereichs neben der A2).
  • Visionäre, nachhaltige Liste nicht abschliessend…