Projekt angepasst: Neue Chance für den Bushof
Vor mittlerweile acht Jahren hat der Einwohnerrat einem Sonderkredit von sieben Millionen Franken für einen neuen Bahnhofplatz mit Bushof zugestimmt. Horw sollte eine Drehscheibe für den öffentlichen Verkehr erhalten. Umgesetzt ist die Platzgestaltung jedoch nur provisorisch und ohne die Haltestellen für die Linienbusse. Es gab Einsprachen bei der Baueingabe und später auch Beschwerden gegen die Baubewilligung.
Im Zusammenhang mit der Überarbeitung des Bebauungsplans Zentrumszone Bahnhof Horw ist das Projekt im Austausch mit den Liegenschaftsbesitzenden grundlegend geändert worden. Eine Reihe von Spannungsfeldern, die Widerstand der Besitzerschaften ausgelöst hatten, sind nun deutlich entschärft:. «Wir sind ist überzeugt, dass nun eine für alle Beteiligten optimierte und vorteilhafte Planung vorliegt», sagt Gemeinderat Thomas Zemp. Damit würden sich die Chancen auf eine zeitnahe Umsetzung erhöhen.
Einfacher umsteigen
So soll der Bahnhofplatz nun doch zur Horwer Mobilitätsdrehscheibe werden. Gemäss neuem Konzept gibt es für Buslinien drei Haltekanten: Zwei befinden sich beim bestehenden Perron der Zentralbahn, so wird ein schnelles Umsteigen zwischen Bahn und Bus möglich. Wartende sind durch das bestehende Perrondach vor Wetter geschützt. Die dritte Haltekante liegt im Bereich der Bahnhofstrasse und hat ebenfalls einen überdachten Wartebereich.
Ergänzend zum öffentlichen Verkehr werden folgende weiteren Mobilitätsangebote im Projekt berücksichtigt: eine «Kiss and Ride»-Aussteigezone, ein Taxistandplatz, Abstellplätze für Velos und Roller sowie eine Nextbike-Station. Auch ein öffentliches WC ist projektiert. Grünräume werden geschaffen, das ganze Areal wird als Begegnungszone ausgelegt mit einem Tempolimit von 20 Stundenkilometern.
Parlament nimmt Stellung
Die Projektänderungen werden am 26. März ein Traktandum im Einwohnerrat: Der Gemeinderat legt diese in einem Planungsbericht zur Kenntnisnahme vor. Es geht darin auch um Finanzen: Der Bericht legt dar, dass für die Neugestaltung der im Jahr 2018 bewilligte Kredit ausreicht. 5,2 Millionen Franken werden als Kosten prognostiziert. Rund 750´000 Franken sind bisher in Projektierungen, Konzepte, Berichte, Rechtsangelegenheiten, Sitzungen, Workshops, Lärmabklärungen, Vermessungsaufgaben und diverse kleinere Arbeiten geflossen.
Der Umsteige-Knotenpunkt Horw ist auch Teil des Agglomerationsprogramms der 2. Generation. Das bedeutet, dass der Bund einen Kostenbeitrag von 35 Prozent oder maximal 2,27 Millionen Franken in Aussicht stellt. Voraussetzungen ist, dass der Baustart bis Ende 2027 erfolgt.
Zum Dossiers des Berichts und Antrags an den Einwohnerrat