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Interpellation Nr. 2026-812 von Sofia Galbraith, L20, und Mitunterzeichnenden: Hitzeschutz in den Horwer Schulhäusern

Nummer
2026-812
Geschäftsart
Interpellation
Status
Eingereicht
Datum
8. September 2026
Verfasser/Beteiligte
Galbraith Sofia (Erstunterzeichner/-in), Bucher Lukas (Mitunterzeichner/-in), Heeb Jonas (Mitunterzeichner/-in), Lehner Larissa (Mitunterzeichner/-in), Matter Frank (Mitunterzeichner/-in), Nater Eliane (Mitunterzeichner/-in), Peter Philipp (Mitunterzeichner/-in), Wehrli Bernhard (Mitunterzeichner/-in), Zimmermann Maline (Mitunterzeichner/-in)
Beschreibung

Eingereicht am 7. September 2026

«Wir reichen diese Interpellation ein.

Begründung

Der Artikel «So soll es in neuen Schulhäusern weniger heiss werden» der «Luzerner Zeitung» vom 18. August 2026 zeigt, wie stark sich Schulzimmer während längerer Hitzeperioden aufheizen können. Als mögliche Gegenmassnahmen werden unter anderem Beschattung, Begrünung, Nachtauskühlung, Lüftungsanlagen und die Kühlung der Zuluft genannt.

Der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz LCH bezeichnet 26 °C als kritischen Schwellenwert für die kognitive Leistungsfähigkeit und empfiehlt diesen Wert als Grenzwert für den regulären Unterricht.
Zum Vergleich gelten Arbeiten in Innenräumen bei Temperaturen über 28 °C für Schwangere als beschwerlich beziehungsweise gefährlich.

In diesem Kontext ist auch von Interesse, wie der Neubau Schulhaus Allmend in Horw mit der Baubewilligung vom März 2026, Massnahmen ergreift, dass es weniger heiss wird in den Unterrichtsräumen.

Vor diesem Hintergrund bitten wir den Gemeinderat um die Beantwortung folgender Fragen:

Fragen

  1. Auf welche Innenraumtemperaturen ist der Neubau Schulhaus Allmend während längerer Hitzeperioden ausgelegt?
    Welche Berechnungen, Simulationen oder Nachweise zum sommerlichen Wärmeschutz liegen dazu vor?
  2. Wie beurteilt der Gemeinderat den vom LCH empfohlenen Schwellenwert von 26 °C für den regulären Unterricht gegenüber 28°C als Mutterschutz?
    Welche Regelungen und Abläufe gelten heute in den Horwer Schulen beziehungsweise Unterrichtsräumen bei hohen Raumtemperaturen, insbesondere zum Schutz schwangerer Mitarbeiterinnen (Art. 8 der Mutterschutzverordnung [SR 822.111.52]) und gesundheitlich besonders gefährdeter Kinder?
  3. Welche Auswirkungen hatte die Hitze im Sommer 2026 auf den Schulbetrieb in Horw?
    Kam es insbesondere zu gesundheitlichen Beschwerden, Unterrichtsanpassungen, Raumwechseln oder Einschränkungen des Unterrichts- und Betreuungsangebots?
  4. Welche Erkenntnisse liegen dem Gemeinderat über die Raumtemperaturen in allen Horwer Schulhäusern / Unterrichtsräumen während des Hitzesommers 2026 vor?
    In welchen Gebäuden und Räumen wurden Messungen durchgeführt, und welche Höchstwerte sowie Überschreitungsdauern wurden festgestellt?
  5. Welche Erkenntnisse bestehen zum sommerlichen Wärmeschutz der bestehenden Horwer Schulhäuser, inklusive dem Neubau Schulhaus Allmend?
    Bei welchen Gebäuden und Räumen sieht der Gemeinderat den grössten Handlungsbedarf und aus welchen baulichen oder betrieblichen Gründen?
  6. Welche baulichen, technischen oder betrieblichen Massnahmen zum Hitzeschutz wurden in den bestehenden Schulhäusern bereits umgesetzt, und welche weiteren Massnahmen sind im Rahmen der aktuellen Finanz- und Investitionsplanung vorgesehen?»

Zugehörige Objekte

Name
Interpellation Nr. 2026-812 (PDF, 166 kB) Download 0 Interpellation Nr. 2026-812