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Postulat Nr. 2022-740 von Pius Barmet, GLP, und Mitunterzeichnenden: Teilfinanzierung von Wärmenetzwerk-Anbindungen

Nummer
2022-740
Geschäftsart
Postulat
Status
Erledigt
Datum
27. Januar 2022
Verfasser/Beteiligte
Bucher Lukas (Mitunterzeichner/-in), Camenzind Leo (Mitunterzeichner/-in), Fallet André (Mitunterzeichner/-in), Galbraith Sofia (Mitunterzeichner/-in), Heeb Jonas (Mitunterzeichner/-in), Lehner Larissa (Mitunterzeichner/-in), Peter Philipp (Mitunterzeichner/-in)

Pius Barmet, GLP (Erstunterzeichner/in)
Andrea Hocher, Die Mitte (Mitunterzeichner/in)
Daniela Luthiger, Die Mitte (Mitunterzeichner/in)
Tamino Müller, L20 (Mitunterzeichner/in)

Beschreibung

Eingereicht am 27. Januar 2022
Entgegengenommen und abgeschrieben am 22. September 2022

Der Energiebedarf für das Heizen und Kühlen von Gebäuden zeigt sich für den grössten Teil des Energieverbrauchs in der Schweiz verantwortlich. Im Jahre 2020 wurden 37.6 % des Energieverbrauchs für Raumtemperatur und Warmwasser aufgewendet (Quelle: Analyse des schweizerischen Energieverbrauchs 2000–2020, Bundesamt für Energie, Bern). Nach wie vor wird dafür mehrheitlich fossiler Brennstoff verwendet (hauptsächlich Heizöl und Erdgas). Neue Heizungen oder Ersatzheizungen werden zwar mehrheitlich über Wärmepumpen realisiert, der Bestand an älteren und sanierungsbedürftigen Anlagen ist aber noch sehr gross. In Horw bietet sich unter anderem die Möglichkeit, sich einem Wärmeverbund anzuschliessen. So hat beispielsweise die Seenergy Luzern AG in Horw eine Möglichkeit geschaffen, die thermische Energie des Vierwaldstättersees nachhaltig zu nutzen.

Der Anschluss an einen Wärmeverbund ist jedoch mit beträchtlichem Aufwand und hohen Kosten verbunden. Mit einer teilweisen Übernahme der Anschlusskosten könnte das Versorgungsgebiet von Wärmeverbünden vergrössert werden. Eine Erweiterung des Versorgungsgebietes von Fernwärmenetzwerken wäre dann sinnvoll, wenn sich mehrere benachbarte Hauseigentümer, Mehrfamilienhäuser, evtl. Strassenbaugenossenschaften oder gar Quartiere auf einen gemeinsamen Anschluss und ein gemeinsames Vorgehen einigen würden. Entsprechende Initiativen könnten mithilfe des Energiefonds unterstützt werden und könnten in das Förderprogramm Energie der Gemeinde Horw aufgenommen werden. Heute fokussiert sich das Förderprogramm auf die Förderung von Beratungen, von Sonnenenergie und die Machbarkeitsprüfung für Wärmeverbunde. Zusätzlich zur Förderung der Machbarkeitsprüfung könnte eine Teilübernahme der Anschlusskosten eine Erweiterung der Wärmenetzwerke ermöglichen und dadurch den CO2-Ausstoss nachhaltig reduzieren.

Im Sinne einer möglichst nachhaltigen Energieversorgung möchte ich den Gemeinderat bitten zu prüfen,

  • ob das Förderprogramm Energie für eine Teilübernahme der Anschlusskosten an Wärmeverbundnetzwerke dienen kann.
  • ob das Reglement Energiefonds, bzw. dessen Anhang mit einer entsprechenden Ergänzung angepasst werden kann.
  • welche Grössenordnung der Kostenübernahme sinnvoll sein könnten.

Wir danken dem Gemeinderat für die wohlwollende Prüfung dieses Anliegens.

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