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Motion Nr. 269/2011 von Jürg Luthiger, CVP, und Mitunterzeichnenden: Altersgerechter und gemeinnütziger Wohnbau in Horw

Nummer
269/2011
Geschäftsart
Motion
Status
Abgeschrieben
Datum
30. Mai 2011
Verfasser/Beteiligte

Jürg Luthiger (Erstunterzeichner/in)

Beschreibung
Motion Nr. 269/2011
Altersgerechter und gemeinnütziger Wohnbau in Horw

Luthiger Jürg, CVP, und Mitunterzeichnende

Eingegangen am 30. Mai 2011
Mit Stichentscheid des Präsidenten überwiesen am 20. Oktober 2011
Abgeschrieben am 21. April 2016

In der Charta der gemeinnützigen Wohnbauträger in der Schweiz (http://www.bwo.admin.ch) steht: "Wohnen ist ein Grundbedürfnis der Menschen. Um allen eine Wohnung zu tragbaren Bedingungen zu sichern, reichen die Marktkräfte nicht aus. Zur Ergänzung braucht es die ge-meinnützigen Wohnbauträger, dies sind insbesondere Wohnbaugenossenschaften, Stiftungen sowie gemeinnützige Vereine und Aktiengesellschaften, welche preisgünstige Wohnungen erstellen, sichern und erneuern. Der Zugang zu einer qualitativ angemessenen und an die Bedürfnisse des Einzelnen angepassten Wohnung zu einem bezahlbaren Preis stellt für jeden Einzelnen und jede Familie ein grundlegendes Recht dar."

Es ist uns bekannt, dass im Tiefsteuerkanton Zug der Wohnungsmarkt in den letzten Jahren explodiert ist. Zahlreiche Zuger, insbesondere aus dem Mittelstand, sehen sich nun angesichts der hohen Mietpreise gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Um dieser Abwanderung Einhalt zu gebieten, schafft Zug als erste Schweizer Stadt Sonderzonen für "preisgünstigen Wohnungsbau".

Horw ist wie Zug ebenfalls ein attraktiver Wohnort. Dies wissen nicht nur die Horwerinnen und Horwer zu schätzen. Und deshalb auch ist der Leerwohnungsbestand in Horw sehr gering. Gemäss Bundesamt für Statistik beträgt die Leerwohnungsziffer im 2010 nur 0.26 %. Das sind 16 Wohnungen. Im Vergleich ist diese Ziffer in Meggen 0.5 % und in Luzern 0.52 %. Zug hat eine Leerwohnungsziffer von 0.31 %. Die Nachfrage nach Wohnmöglichkeiten in Horw ist also sehr gross - und dank der grossen Marktnachfrage steigen auch die Preise. Wohnungen und Häuser sind deshalb für viele Bevölkerungsschichten nicht mehr bezahlbar.

Mit dem Entwicklungsschwerpunkt Südbahnhof wird neuer Wohnraum entstehen. Es ist aber absehbar, dass diese Wohnungen im oberen Preissegment anzusiedeln sind.

Neben preisgünstigem Wohnraum scheint in Horw aber auch der altersgerechte Wohnraum knapp zu sein. Dies sind auf jeden Fall die Schlussfolgerungen einer Studie der Hochschule Luzern für Soziale Arbeit. Die Gründe liegen u.a. in den veränderten Wohnbedürfnissen der älteren Generation (grössere Selbstständigkeit und Unabhängigkeit im Alter, kleinere Wohnungen im dritten Lebensabschnitt etc.) und in der starken Zunahme der Seniorengeneration. Die CVP-Fraktion hat denn auch in der Vergangenheit mehrfach gefordert, dass die Gemeinde im Zentrum von Horw den altersgerechten Wohnungsbau fördert.

Mit dieser Motion verlangen wir nun vom Gemeinderat einen Planungsbericht, der uns zeigt, wie sich der Gemeinderat der Frage "Altersgerechter und gemeinnütziger Wohnraum in Horw?" stellen will. Wir verlangen vom Gemeinderat, dass er
  • die aktuelle Situation rund um den altersgerechten und gemeinnützigen Wohnbau auf Gemeindeebene analysiert,
  • mögliche Unterstützungsleistungen von Bund und Kanton auflistet,
  • allfällige Engpässe und die entsprechenden Auswirkungen auf die Gemeinde aufzeigt.
Der Planungsbericht ist eine Situationsanalyse mit einer entsprechenden kritischen Bewertung. Konkret sollen mindestens folgende Fragen beantwortet werden:

Situationsanalyse / Beurteilung des Gemeinderates
  1. Wie hoch ist der prozentuale Anteil an sozialem bzw. altersgerechtem Wohnraum in der Gemeinde (Genossenschaften, Stiftungen, öffentliche Hand etc.) ?
  2. Welche Werkzeuge nutzt Horw, um den gemeinnützigen bzw. altersgerechten Wohnungsbau zu fördern? (Konkrete Beispiele auflisten!)
  3. Welche Unterstützungen sind vom Kanton oder Bund für den gemeinnützigen Wohnungsbau vorhanden? Welche werden von Horw genutzt?
  4. Wie beurteilt der Gemeinderat die aktuelle Situation?
  5. Welche Vision/Strategie verfolgt der Gemeinderat in Bezug auf altersgerechten und gemeinnützigen Wohnbau?
  6. Welche Standorte bieten sich aus Sicht des Gemeinderates für das zukünftige Angebot solchen Wohnraumes an.
  7. Sind bereits konkrete Massnahmen getroffen worden? Wenn ja, welche?
  8. Mit welchem Zeitrahmen rechnet der Gemeinderat bei der Realisierung weiterer altersgerechter und/oder sozialer Wohnungen.
Mitunterzeichnende:
Bider Markus, CVP
Dali Raphael, CVP
Eichmann Roger, CVP
Hediger Urs, CVP
Niederberger Heiri, CVP
Sommerhalder Rita, CVP
Fraktion
CVP/GLP-Fraktion des Einwohnerrates

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Datum Sitzung