Papier- und Kartonsammlung bleibt bei den Vereinen
Gespräche mit den Vereinen
Vertreter der Gemeinde führten mit den Vereinen, die seit Jahren monatlich Papier und Karton sammeln, Gespräche. Dabei wurden Vor- und Nachteile (u. a. Unfallgefahren) ausführlich erörtert. Es wurden alternative Möglichkeiten diskutiert, um die Einnahmen für die Vereine durch andere Tätigkeiten zu sichern. Die Vereine sprachen sich jedoch mit Nachdruck für die Beibehaltung der Papier- und Kartonsammlung aus.
Anpassung der Entschädigung
Bei einer Übernahme der Papier- und Kartonsammlung durch REAL könnten Kosten gesenkt werden, bei Verbleib bei den Vereinen entstehen jedoch höhere Kosten. Damit die Gemeinde aber gegenüber heute nicht mit zusätzlichen Kosten belastet wird, wurde beschlossen, die Entschädigung an die Ver-eine bzw. den Preis pro gesammelte Tonne Papier und Karton von Fr. 97.50 auf Fr. 78.00 zu reduzieren. Die Vereine müssen sich verpflichten, die Sicherheitsauflagen strikte einzuhalten und eine Versicherung zur Übernahme des Haftungsrisikos abzuschliessen. Den Vereinen steht es frei, durch zusätzliche Arbeiten weitere Einnahmen zu erzielen.
Neues Abfallreglement, sinkende Gebühren
Die Planung zur Übernahme der Abfallwirtschaft durch REAL auf 2013 ist im Gange. Aufgrund der Ausschreibungen für Sammlung, Transport und Verwertung sämtlicher Abfallfraktionen sind inzwischen gesicherte Kosten und Erträge, aber auch Optimierungen für Logistik und Organisation bekannt. Mit einem einheitlichen Angebot von REAL, dieser legt einen Mindeststandard fest, werden durch Synergiegewinne Kosten gesenkt. Die Verbandsgemeinden setzen die Grundgebühr fest und erheben diese. Aus diesem Grund hat das Parlament ein kommunales Abfallreglement zu erlassen. In diesem wird die Delegation an REAL, die Aufgaben der Gemeinde, die Bemessungsart der Grundgebühren sowie die Finanzierung geregelt.
Seit der Einführung der verursachergerechten Gebühren im Jahre 2003 für Hauskehricht und der vermehrten Zusammenarbeit im Verbund, konnten die Grundgebühren kontinuierlich gesenkt werden. Auf nächstes Jahr voraussicht-lich auf 0,18 Promille (2012; 0,26 Promille). Der definitive Betrag wird mit dem Budget 2013 festgelegt.