So wirkt die Gemeinde bei der Planung des Campus mit
Voraussichtlich im Sommer wird bei der Gemeinde Horw das Baugesuch für das Vor haben Campus Horw eingehen. Es handelt sich um ein Grossprojekt. Zum Vergleich: Mit der vorgesehenen Investitionssumme von 600 Millionen Franken könnte man rund 20 Mal das neue Schulhaus Allmend finanzieren. Für die Gemeinde Horw steht, den Dimensionen des Projekts entsprechend, eine Herkulesarbeit an: Der Bereich Raumplanung und Baubewilligung ist Empfänger des Baugesuchs und wird dieses prüfen. Bis dahin wird aber nicht einfach abgewartet: Im Auftrag des Gemeinderats begleiten Fachleute die Entwicklung und Konkretisierung des Projekts.
Der Architekt Christian Hönger, die Architektinnen Ursina Fausch und Esther Deubel beiss sowie Landschaftsarchitekt Alexander Schuech bilden die Mitglieder der Fachkommission Campus Horw, in beratender Funktion nehmen bei Bedarf aus dem Baudepartement Livia Buchmann und Roger Eichmann sowie Gemeinderat Thomas Zemp an den Sitzungen teil. Die Kommission ist ein wichtiges Bindeglied zwischen Gemeinde und Kanton. Sie beurteilt im Planungsprozess laufend, ob die Vorgaben und Ziele des Bebauungsplans eingehalten werden. Die Zielsetzung ihrer Arbeit lautet: Die Qualität des Wettbewerbsentwurfs soll erhalten bleiben und, wenn möglich, noch gesteigert werden.
«Grosse Verantwortung»
Beim Campus Horw handle es sich um ein Projekt mit hoher öffentlicher Signalwirkung, sagt Christian Hönger, Präsident der Fachkommission. Gross sei sowohl die städtebauliche Präsenz als auch das Investitionsvolumen. Deshalb sei auch die Verantwortung gross, die der Kanton, die Gemeinde, die Fachkommission sowie die Projektbeteiligten und verfassenden trügen. Den Anspruch an das Projekt formuliert er so: «Ein Campus dieser Dimension muss zukunftsfähig sein und den höchsten Nachhaltigkeitsstandards genügen.»
In der Praxis gehe es in der Tätigkeit der Fachkommission darum, die Anliegen der Öffentlichkeit und der Gemeinde sicherzustellen und die Vorgaben des Kantons zu integrieren, sagt Christian Hönger. An Sitzungen der Kommission nähmen auch Mit arbeitende der kantonalen Dienststelle Immobilien teil. Die vereinzelten kontroversen Positionen und Interessen würden diskutiert, und es würden Einigungen erzielt und Kompromisse geschlossen. Mit einer erteilten Baubewilligung wird die Arbeit der Fachkommission noch nicht abgeschlossen sein. Zwar sind Städtebau, Volumetrie, Typologie und Freiraum sowie Konzepte, etwa für Tragwerk, Gebäudetechnik oder Fassade, definiert. Aber nicht alle Details sind bestimmt. Mit einem Fassaden-Muster wird die Aussenwirkung überprüft, ebenso die Gestaltung und auch die zu verwendenden Materialien im Gebäudeinneren.
Auch die Bauherrin profitiert
Roland Ferrari, Gesamtprojektleiter der kantonalen Dienststelle für Immobilien, präsentiert der Kommission laufend die Planungsfortschritte. Er erachtet das Gefäss der Fachkommission als eine zusätzliche Form der Qualitätssicherung im laufenden Planungsprozess. Angesichts der Komplexität eines Projekts wie des Campus sei diese für alle Beteiligten sinnvoll. Der Diskussionsbedarf sei jedoch bisher begrenzt: «Wir weichen nicht wesentlich vom Wettbewerbsprojekt und damit auch nicht vom Bebauungsplan ab.» Die Rückmeldungen zu Layout und Flexibilität der Gebäude oder etwa zum Haustechnik und Nachhaltigkeitskonzept habe man aufgenommen und geprüft. «Dadurch konnten und können wir bereits während der Projektierung auf Anliegen der Gemeinde reagieren und nicht erst im Rahmen von Auflagen aus der Baubewilligung.»
Der zukünftige Campus Horw
Mit dem Grossprojekt schafft der Kanton Luzern – getragen von der eigens zu gründenden «Immobilien Campus Luzern Horw AG» – die Grundlage für einen Campus für dereinst rund 4000 Studierende und 1000 Mitarbeitende der Hochschule Luzern und der Pädagogische Hochschule Luzern. Zudem soll der Campus auch ein lebendiger Raum für die Bevölkerung sein
Der Kanton Luzern informiert umfassend und aktuell auf campushorw.lu.chExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet.