Interpellation Nr. 2026-809 von Maline Zimmermann, L20, und Mitunterzeichnenden: Sensibilisierung der Gemeindeverwaltung Horw für unsichtbare Behinderungen und den Sunflower Lanyard
- Nummer
- 2026-809
- Geschäftsart
- Interpellation
- Status
- Eingereicht
- Datum
- 11. Juni 2026
- Verfasser/Beteiligte
- Zimmermann Maline (Erstunterzeichner/-in), Biese Jürg (Mitunterzeichner/-in), Bucher Lukas (Mitunterzeichner/-in), Fallet André (Mitunterzeichner/-in), Galbraith Sofia (Mitunterzeichner/-in), Georgy Roger (Mitunterzeichner/-in), Heeb Jonas (Mitunterzeichner/-in), Lehner Larissa (Mitunterzeichner/-in), Matter Frank (Mitunterzeichner/-in), Nater Eliane (Mitunterzeichner/-in), Peter Philipp (Mitunterzeichner/-in), Stampfli Hans (Mitunterzeichner/-in), Wehrli Bernhard (Mitunterzeichner/-in)
- Beschreibung
Eingegangen 11. Juni 2026
«Unsichtbare Behinderungen wie Autismus, ADHS, chronische Schmerzen, Angststörungen oder kognitive Beeinträchtigungen sind im Alltag oft nicht auf den ersten Blick erkennbar. Für betroffene Menschen gibt es im täglichen Leben jedoch viele Hindernisse. Deshalb sind diese Personen regelmässig auf Verständnis, angepasste Kommunikation sowie zusätzliche Zeit und Unterstützung angewiesen, unter anderem im Kontakt mit Behörden.
Ein international verbreitetes Instrument zur freiwilligen Sichtbarmachung solcher Bedürfnisse ist der sogenannte Sunflower Lanyard (Sonnenblumen-Umhängeband). Dieses signalisiert, dass eine Person eine nicht sichtbare Behinderung oder gesundheitliche Einschränkung hat und deshalb möglicherweise auf zusätzliche Geduld und Empathie angewiesen ist. Unsichtbare Behinderungen sind vielfältig, doch einfache Massnahmen wie ruhige Räume, einfache Sprache und Einfühlsamkeit der Verwaltungsmitglieder können für Betroffene bereits viel verändern.
Eine gezielte Schulung von Verwaltungsmitarbeitenden trägt dazu bei, die Sensibilität für unsichtbare Behinderungen zu erhöhen, niederschwellige Unterstützung zu ermöglichen und gleichzeitig Vorurteilen oder Stigmatisierung vorzubeugen. Um die Bekanntheit und Akzeptanz zu steigern ist es wichtig, dass die Gemeinde aktiv informiert und ihr Personal entsprechend ausbildet. Eine inklusive Gemeinde zeichnet sich dadurch aus, dass sie auch auf weniger sichtbare Bedürfnisse Rücksicht nimmt. Durch gezielte Sensibilisierung kann die Servicequalität der Verwaltung verbessert, Chancengleichheit gestärkt und das Verständnis zwischen Bevölkerung und Behörden gefördert werden.
Vor diesem Hintergrund wird der Gemeinderat gebeten, folgende Fragen zu beantworten:
- Hat die Gemeinde Horw in der Vergangenheit bereits Schulungen oder Sensibilisierungsmassnahmen zum Thema unsichtbare Behinderungen durchgeführt?
- Welche Möglichkeiten sieht der Gemeinderat, künftig entsprechende Schulungen für alle Angestellten der Gemeinde durchzuführen?
- Ist dem Gemeinderat bekannt, ob es bereits Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde Horw gibt, welche einen Sunflower Lanyard tragen?
- Wie beurteilt der Gemeinderat das Potenzial, durch Information und Schulung die Bekanntheit und freiwillige Nutzung des Sunflower Lanyard in Horw zu erhöhen?
- Welche Massnahmen könnten ergriffen werden, um sicherzustellen, dass Betroffene im Kontakt mit der Verwaltung bei Bedarf mehr Zeit, einfachere Erklärungen oder andere angemessene Unterstützung erhalten?
- Wie können Informationen zu unsichtbaren Behinderungen und dem Sunflower Lanyard für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden?
Besten Dank für die wohlwollende Bearbeitung unseres Anliegens.»
Zugehörige Objekte
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| Interpellation Nr. 2026-809 (PDF, 60 kB) | Download | 0 | Interpellation Nr. 2026-809 |