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Naturschutzleitplan

Naturschutz kann sich heute nicht mehr nur auf die Erhaltung bestehender Naturwerte beschränken. Damit die heimische Fauna und Flora auch künftig eine Existenzgrundlage hat, ist es unabdingbar, dass neue Naturnahe Lebensräume geschaffen und bestehende miteinander besser vernetzt werden.
Naturschutz kann sich heute nicht mehr nur auf die Erhaltung bestehender Naturwerte beschränken. Damit die heimische Fauna und Flora auch künftig eine Existenzgrundlage hat, ist es unabdingbar, dass neue naturnahe Lebensräume geschaffen und bestehende miteinander besser vernetzt werden.

Um entsprechende Projekte an die Hand nehmen zu können, müssen die vorhandenen Ökologisierungspotentiale bekannt sein und Leitlinien erarbeitet werden. Der Naturschutzleitplan vermittelt die nötige Übersicht über sinnvolle Ökologisierungsmassnahmen in der Gemeinde, ohne verbindlich festzulegen, welche dieser Massnahmen dann auch ausgeführt werden. Die Erstellung des Naturschutzleitplans war gesetzlich vorgeschrieben.

Als Ausgangspunkt für den Naturschutzleitplan dienen die naturräumlichen Gegebenheiten der Gemeinde und der Landschaftswandel der letzten 150 Jahre. Der Naturschutzleitplan schlägt 336 Massnahmen für die ökologische und ästhetische Aufwertung der Landschaft und des Siedlungsraums in Horw vor.

Die Umsetzung der Massnahmen erfolgt auf zwei unterschiedlichen Ebenen. Erstens werden bei künftigen Planungen und raumwirksamen Tätigkeiten die Anliegen des Naturschutzleitplans möglichst vollumfänglich integriert. Zweitens können einzelne Vorschläge herausgegriffen und deren Realisierung z. B. im Rahmen von gezielten Kampagnen vorangetrieben werden. Dabei gilt eine Prioritätenfolge der Massnahmen:

  • Bestehendes erhalten und sichern.
  • Bestehendes aufwerten und ergänzen.
  • Renaturieren und Neues schaffen.

Folgende Umsetzungsschwerpunkte werden prioritär verfolgt:

Landwirtschaftsgebiete

  • Hochstammobstbäume: Förderung der Hochstammobstbäume durch Pflanzung von Jungbäumen, Gemeindebeiträge und Öffentlichkeitsarbeit.
  • Waldränder: Fördern eines fliessenden Übergangs vom Grünland in den Wald: stufiger Waldrand, Buchten, Waldrandsaum.
  • Extensive Wiesen: Information und Motivation der Landwirte einzelne Parzellen zu extensivieren, mittels Versammlungen und Exkursionen.
  • Gewässer: Fördern der Revitalisierung von Fliessgewässern, auch als Beitrag zum Hochwasserschutz.
  • Siedlungsgebiet.

Allgemeine Massnahmen

  • Erlass von Richtlinien für die Umgebungsgestaltung bei Neubauten, mit einem Mindestprozentsatz für einheimische standortgerechte Gehölze und Stauden.
  • Merkblatt über Anpflanzung von einheimischen Gehölzen und Stauden für alle Hausbesitzer.
  • Öffentliche Anlagen gemäss Grünflächenkonzept naturnah bewirtschaften.
  • In öffentlichen Anlagen werden, mit Ausnahme der Repräsentationsflächen, nur einheimische Sträucher und Kräuter gepflanzt.

Konkrete Massnahmen

  • Platanen entlang des Promenadenweges durch einheimische Bäume ersetzen.
  • Schulhäuser begrünen und Umgebung naturnah umgestalten.
  • Die öffentlichen Spielplätze nach ökologischen Kriterien umgestalten.
  • 2 bis 3 Umgebungen von öffentlichen oder privaten Objekten als Musterbeispiel naturnah umgestalten.
  • Kantonsstrasse: Aufwertung des Strassenraums.
  • Stützmauern auf öffentlichem Grund mit einheimischen Pflanzen begrünen.
  • Entlang der Halbinsel wo immer möglich den Übergangsbereich Wasser/Land aufwerten.