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Ortsplanung: Darüber entscheidet das Horwer Stimmvolk im März

26. Januar 2024
Die Horwer Stimmberechtigten stimmen am 3. März über die Teilrevision der Ortsplanung ab. Gemeinderat Thomas Zemp erklärt im Interview, was sich mit der Teilrevision in Horw ändert – und warum es überhaupt eine Ortsplanung braucht.
Blick über Horw
(Bild: Daniel Eicher)


Was war der Auslöser für die Teilrevision der Ortsplanung?
Die letzte Gesamtrevision der Ortsplanung erfolgte im Jahr 2010. Seither haben Bund und Kanton neue Vorgaben erlassen. Diese müssen in die kommunale Nutzungsplanung übernommen werden. Dazu gehören insbesondere neue Baubegriffe und Messweisen. Weiter haben Bund und Kanton vorgegeben, dass Gewässerräume und Verkehrszonen ausgeschieden werden müssen.

Welche weiteren Themen wurden in die Teilrevision mit eingepackt?
Im räumlichen Entwicklungskonzept wurden strategische Zielsetzungen erarbeitet und festgelegt. Diese werden nun im Zonenplan und im Bau- und Zonenreglement konkretisiert. Es geht dabei um Themen wie die Sicherung von Freiraum im Gebiet Seefeld, die Festlegung von Gebieten mit einer Siedlungsentwicklung nach innen, die Förderung des preisgünstigen Wohnraums oder die Sicherstellung von qualitätsvollen Bauten und Aussenräumen. Auch Klimaschutz, Klimaanpassung, Umgang mit Energie und Lichtemissionen wurden mit einbezogen.

Was ändert sich durch die Teilrevision für die Horwer Bevölkerung?
Kurzfristig eher wenig. Horw ist weitgehend «gebaut». Auf Neueinzonungen oder grössere Aufzonungen wurde verzichtet. Mit der Teilrevision stellen wir aber sicher, dass sich die Gemeinde mittelfristig gemäss den fünf Leitideen aus dem räumlichen Entwicklungskonzept weiterentwickelt: vielfältige Quartiere, polyzentrische Struktur, urbanes Rückgrat, vernetzte Grün- und Naturräume sowie ein aufgewerteter Seeuferbereich.

Was passiert, falls die Teilrevision abgelehnt wird?
Bei einem Nein behält die derzeitige Nutzungsplanung vorerst ihre Rechtskraft. Die Verpflichtung bleibt jedoch bestehen, dass die Gemeinde die übergeordneten Vorgaben von Bund und Kanton in die Nutzungsplanung übernimmt. Die Gründe für die Ablehnung müssten eruiert werden – und dann müsste man unverzüglich erneut mit einer Revision der Ortsplanung starten.

Wozu braucht es überhaupt eine Ortsplanung?
Die Ortsplanung hat einen grossen Einfluss darauf, wie sich unsere Gemeinde und die Lebensqualität in Horw künftig entwickeln. Vereinfacht gesagt legt sie fest, wo, was, wie gross und mit welchen qualitativen Ausprägungen gebaut werden kann. Die Horwer Bevölkerung wurde mehrfach und auf verschiedene Weise in den Erarbeitungsprozess mit einbezogen. Nun entscheidet die Stimmbevölkerung über das partizipativ entstandene und für unsere Gemeinde wegweisende Planungswerk.

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