Beiträge an die AHV, IV & EO


Lohnbeiträge an die AHV/IV/EO
Die Beitragspflicht beginnt bei Erwerbstätigen ab dem 1. Januar des 18. Altersjahres. Die Beitragspflicht endet mit dem Erreichen des ordentlichen Rentenalters (Frauen 64 Jahre, Männer 65 Jahre), sofern die Erwerbstätigkeit aufgegeben wird. Personen, die das ordentliche Rentenalter erreicht haben und nach wie vor erwerbstätig sind, zahlen weiterhin Beiträge an die AHV/IV/EO, nicht aber an die Arbeitslosenversicherung (ALV). Dabei gilt ein Freibetrag von CHF 1'400.-/Monat oder CHF 16'800.-/Jahr. Die entrichteten Beiträge haben keinen Einfluss auf die ausgerichtete Altersrente.

Übersteigt der Lohn den Betrag von CHF 2'300.-/Jahr nicht, werden die Beiträge nur auf Verlangen des Versicherten erhoben. Beiträge für Personen die im Hausdienst beschäftigt sind, müssen hingegen in jedem Fall abgerechnet werden. Darunter fallen beispielsweise RaumpflegerInnen, Haushaltshilfen, Hauswarte sowie Kulturschaffende (Bsp. Tanz- und Theaterproduzenten, Orchester, Radio, Fernsehen, etc.). Die Anmeldung für private Arbeitgeber welche Hausdienstpersonal anstellen, kann bei der AHV-Zweigstelle oder direkt bei der Ausgleichskasse eingereicht werden.

Der Lohn von in Privathaushalten beschäftigten Jugendlichen (z.B. Babysitting), unterliegt nicht der Beitragspflicht, sofern der Lohn bis zum 31. Dezember des 25. Altersjahres erzielt wird und den Betrag von CHF 750.-/Jahr nicht übersteigt. Die beschäftigten Jugendlichen können die Beitragsentrichtung aber verlangen.

Wer überprüfen will, ob der Arbeitgeber die vom Lohn abgezogenen Beiträge wirklich mit der Ausgleichskasse abgerechnet hat, oder ob die Beitragsdauer lückenlos ist, kann bei der Ausgleichskasse einen Auszug des individuellen Kontos (IK-Auszug) verlangen. Dieser wird kostenlos zugestellt.

AHV/IV/EO Beiträge für Selbständigerwerbende
Die AHV unterscheidet zwischen Unselbständigerwerbenden und Selbständigerwerbenden. Selbständigerwerbende müssen ab dem 1. Januar des 18. Altersjahrs Beiträge entrichten. Ob eine versicherte Person im Sinne der AHV selbständigerwerbend ist, beurteilt die kantonale Ausgleichskasse am Geschäftssitz. Massgebend dafür sind die wirtschaftlichen, und nicht die vertraglichen Verhältnisse.
Zur Anmeldung und darauffolgender Überprüfung ist das Formular „Fragebogen für Selbständigerwerbende“ bei der AHV-Zweigstelle oder bei der entsprechenden Ausgleichskasse einzureichen. Zusätzlich werden sämtliche Unterlagen, welche Ihre Selbständigkeit belegen (z.B. Mietvertrag der Geschäftsräume, Kaufquittungen von Arbeitsutensilien, bereits ausgestellte Offerten, etc.) benötigt.
Selbständigerwerbende sind nicht gegen Arbeitslosigkeit und nicht obligatorisch gegen Unfall versichert. Zudem fallen sie nicht unter das Obligatorium der beruflichen Vorsorge.

AHV/IV/EO Beiträge für Nichterwerbstätige
Als Nichterwerbstätige gelten Personen, die kein oder nur ein geringes Erwerbseinkommen erzielen (z.B. vorzeitig Pensionierte, BezügerInnen von IV-Renten/Krankentaggeldern, Studierende, etc.). Nichterwerbstätige müssen ab 1. Januar des 21. Altersjahrs Beiträge an die AHV, IV und EO entrichten. Die Beitragspflicht endet, wenn das ordentliche Rentenalter erreicht ist (Frauen 64 Jahre, Männer 65 Jahre). Der Mindestbeitrag liegt bei CHF 482.-/Jahr, was einem Bruttojahresverdienst von CHF 4'706.- entspricht. Die Beiträge sind lückenlos zu bezahlen. Fehlende Beitragsjahre können zu einer Rentenkürzung führen. Ist der Ehepartner im Sinne der AHV erwerbstätig und entrichtet den doppelten Mindestbeitrag (CHF 964.-/Jahr), muss die nichterwerbstätige Person keine eigenen Beiträge bezahlen.

Als Grundlage für die Berechnung der Beiträge dienen das Vermögen und das 20-fache jährliche Renteneinkommen. Bei Verheirateten bemessen sich die Beiträge, ungeachtet des Güterstands, auf der Hälfte des ehelichen Vermögens und Renteneinkommens. Massgebend ist der Stand per 31. Dezember des Beitragsjahres.

Das Formular „Fragebogen für Nichterwerbstätige“ wird für die Erfassung zusammen mit allenfalls benötigten Belegen bei der AHV-Zweigstelle eingereicht, welche die Anmeldung zur Berechnung an die Ausgleichskasse weiterleitet. Die geschuldeten Beiträge werden quartalsweise durch die Ausgleichskasse in Rechnung gestellt. 



Gedruckt am 10.12.2019 03:40:46