Das Wort "Horw" wird vom mittelhochdeutschen "hor" sowie dem gotischen Wort "hurwin" abgeleitet und bedeutet Schlamm, sumpfiger Boden, womit auf die Bodenbeschaffenheit des Talbodens hingewiesen wird. Der Name Horw wurde erstmals in einer Urkunde im Jahr 1231 erwähnt, in welcher Walter von Hochdorf und seine Frau Berchta ihre Güter bei "horwe" und einen Zehnten im Moos, dem Kloster des Hl. Leodegar in Luzern, vermachten.
|
 Egli: Schwarmfisch, normalerweise 20 bis 30 cm lang. Lebt in vegetationsreichen Uferzonen. Ablage von Laichbändern im April bis Mai auf dem Grund oder um Pflanzen, Wurzelstöcke oder ähnliche Strukturen gewunden. Ernährt sich in der Jugend von Plankton, im Alter ausschliesslich von Fischen. |
|
|
Die vergleichende Sprachwissenschaft hat festgestellt, dass die beiden Mitlaute b und w sehr verwandt sind, dass diese Laute sich in der Entwicklung der deutschen Sprache nicht nur ablösen, sondern dass man nicht einmal mit Sicherheit sagen kann, welcher von ihnen der ältere - und damit der richtigere - ist. Dem Ortsnamen liegt die Dativ-Konstruktion "ze horwe" zugrunde. Dieses "w" muss noch im Spätmittelhochdeutschen als stimmhafter Reiblaut mit beiden Lippen gesprochen worden sein. Das hat dann eine Lautentwicklung vom "w" zum "b" begünstigt. Oder einfacher ausgedrückt: man spricht viel leichter "Horb" als "Horw". Die heutige Schreibweise "Horw" richtet sich wohl nach der im 19. Jahrhundert eingeführten amtlichen Schreibung (Kanzleisprache), die sich in unserem Fall nicht an der Umgangssprache, sondern an der historischen Schreibart orientierte. Alle anderen ähnlich lautenden Orte haben diese Lautentwicklung durchgemacht und heissen heute "Horb". Sie liegen bezeichnenderweise meistens an einem See oder an einem Fluss, also in einem Gebiet, das öfter sumpfig sein kann oder früher einmal sumpfig war. Orte in der Schweiz und Deutschland: Horw/Alt St. Johann SG, Horb/Gottshaus TG, Horb am Neckar, Horb an der Steinach (Mitwitz), Horw am Main (Hochstadt-Marktzeuln).
|
| |
| |