Name "Horw"
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Das Wort "Horw" wird vom mittelhochdeutschen "hor" sowie dem gotischen Wort "hurwin" abgeleitet und bedeutet Schlamm, sumpfiger Boden, womit auf die Bodenbeschaffenheit des Talbodens hingewiesen wird. Der Name Horw wurde erstmals in einer Urkunde im Jahr 1231 erwähnt, in welcher Walter von Hochdorf und seine Frau Berchta ihre Güter bei "horwe" und einen Zehnten im Moos, dem Kloster des Hl. Leodegar in Luzern, vermachten. | |
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Die vergleichende Sprachwissenschaft hat festgestellt, dass die beiden Mitlaute b und w sehr verwandt sind, dass diese Laute sich in der Entwicklung der deutschen Sprache nicht nur ablösen, sondern dass man nicht einmal mit Sicherheit sagen kann, welcher von ihnen der ältere - und damit der richtigere - ist. Dem Ortsnamen liegt die Dativ-Konstruktion "ze horwe" zugrunde. Dieses "w" muss noch im Spätmittelhochdeutschen als stimmhafter Reiblaut mit beiden Lippen gesprochen worden sein. Das hat dann eine Lautentwicklung vom "w" zum "b" begünstigt. Oder einfacher ausgedrückt: man spricht viel leichter "Horb" als "Horw". Die heutige Schreibweise "Horw" richtet sich wohl nach der im 19. Jahrhundert eingeführten amtlichen Schreibung (Kanzleisprache), die sich in unserem Fall nicht an der Umgangssprache, sondern an der historischen Schreibart orientierte. Alle anderen ähnlich lautenden Orte haben diese Lautentwicklung durchgemacht und heissen heute "Horb". Sie liegen bezeichnenderweise meistens an einem See oder an einem Fluss, also in einem Gebiet, das öfter sumpfig sein kann oder früher einmal sumpfig war. Orte in der Schweiz und Deutschland: Horw/Alt St. Johann SG, Horb/Gottshaus TG, Horb am Neckar, Horb an der Steinach (Mitwitz), Horw am Main (Hochstadt-Marktzeuln). Kastanienbaum Noch um 1900 waren auf der Horwer Halbinsel ganze Kastanienhaine anzutreffen. Heute sind in Kastanienbaum, das zur Gemeinde Horw gehört, praktisch keine Kastanienbäume mehr vorhanden. Kastanienbaum in Horw wird 1434 erstmals erwähnt. Der Ort ist mit einer Sage verbunden, wonach hier die ersten Kastanien gesetzt und sich von da in der Zentralschweiz ausgebreitet hätten. Die "Sage von Kastanienbaum" ist übrigens auf einem Gebäude in Kastanienbaum (Gebäude des Wasserforschungsinstituts EAWAG in Kastanienbaum, ganz an der Spitze der Halbinsel) vom Horwer Künstler Marcel Nuber bildlich dargestellt worden. Die Sage: Vor vielen Jahren übernachteten auf einem sehr schön am Vierwaldstättersee gelegenen Hofe der Gemeinde Horw zwei Italiener. Als sie am Morgen weggingen, übergaben sie dem Gastgeber zum Danke zwei Kastanien, die er setzen sollte. Er tat's und sah zu seiner größten Freude bald zwei üppige Bäume heranwachsen, die er sorgfältig pflegte, bis sie ihm Früchte trugen. Indem er neuerdings Kastanien setzte, erwuchs ihm bei Lebzeiten ein Wald fruchtbarer, kräftiger Kastanienbäume. Von da an haben sich die Kastanienbäume dann auch weiter verbreitet; der Hof aber wurde nurmehr "Kestenbaum" geheissen. | |
| Sage von Kastanienbaum.pdf (84.1 kB) |



