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Unsere Gemeinde

Die Perle am See



Schiffstation, Villa mit Park, Aussicht von der Parkanlage Krämerstein, Haus am See
Schiffstation Kastanienbaum, Villa mit Park, Aussicht von der Parkanlage Krämerstein, Haus am See im Krämerstein
Der Ortsteil Kastanienbaum ist geprägt von der wunderschönen Landschaft, der Halbinsel, dem See, den Bergen. Die herrlichen Wohnlagen sind begehrt und die Horwer Halbinsel lockt Naherholungssuchende aus der ganzen Region.

Schon zu Beginn des letzten Jahrhunderts waren an einem schönen Sonntag Hunderte von Spaziergängern auf der Halbinsel anzutreffen. Auch Fuhrwerke brachten Besucher vom Dorf über Winkel nach Kastanienbaum.

Der historischer Landsitz Krämerstein stammt in seinem Kern aus der Zeit von 1786 und erhielt seine heutige Form 1907 durch einen umgreifenden Umbau. Die Liegenschaft ist seit 1982 im Eigentum der Gemeinde. Der Park ist öffentlich zugänglich. Die Stiftung Haus am See vermietetet das Nebengebäude, den Riegelbau aus dem 18. Jahrhundert Wissenschafterinnen und Wissenschaftern sowie Kulturschaffenden als Künstlerhaus. Gleichzeitig liegt hier an romantischer Lage, direkt am See, auch eines der Trauungslokale der Gemeinde.
Auch weitere, private Villen mit grossen - zum Teil geschützten - Parkanlagen prägen das Bild von Kastanienbaum.

Beim im Kantonalen Denkmalverzeichnis eingetragenen Bauernhaus Oberdorni mit der originalen Jahrzahl 1564 handelt es sich wahrscheinlich um das älteste datierte und heute noch weitgehend erhaltende Bauernhaus im Kanton Luzern.

Ab 1947 wurde in einem Schulpavillon als erste "Aussenstelle" der Horwer Gemeindeschule in Kastanienbaum unterrichtet. 1979 konnte das erste Quartierschulhaus bezogen werden. Wurde im letzten Jahrhundert noch im Hotel Kastanienbaum provisorisch ein Gebetssaal eingerichtet, konnte 1962 die heutige Bruderklausen-Kirche eingeweiht werden. Seit 1940 besteht das Therapieheim Sonnenblick und ab 1959 das Kurheim St. Chrischona, das heute als Hotelfachschule genutzt wird.

1871 erhielt Kastanienbaum ein Sommerwirtsrecht, 1927 wurde ein Hotel errichtet. Heute lockt das Seehotel Kastanienbaum mit Gaumenfreuden und einer wunderschönen Terrasse am Vierwaldstättersee. In der Region bekannt ist natürlich auch der Wein aus Kastanienbaum, der "Rosenauer" vom gleichnamigen Weingut am Südende der Horwer Halbinsel.

Bereits seit 1875 besteht eine Schiffsverbindung zwischen Kastanienbaum und Luzern. 1959 wurde der Autobusbetrieb nach St. Niklausen und Kastanienbaum aufgenommen.

Kastanienbaum besitzt eine eigene Poststelle, die auch als Tourismus-Informationsstelle dient.
 
 

Der Kastanienbaum und die Sage


Wie Kastanienbaum zum Ortsname kam

Kastanienblüte, Kastanien, Wandbild, Blatt der Edelkastanie
Kastanienblüte, Kastanien, Wandbild, Blatt der Edelkastanie
Der Kastanienbaum
Wer sich heute umsieht, stösst zwar auf die Ortstafel "Kastanienbaum" aber kaum noch auf Kastanienbäume. Vom Mittelalter und bis ins 17. Jahrhundert war die Edelkastanie rund um den Vierwaldstättersee ein wichtiges Grundnahrungsmittel. Davon zeugen heute noch letzte Reste von Kastanienhainen und alte Lokalnamen wie Chesteneweid, Chestenenwäldli – oder eben Kastanienbaum! Dieser Ortsname wird 1434 das erste Mal erwähnt, was auf eine starke Verbreitung der Edelkastanie auf der Horwer Halbinsel zurückzuführen ist. Die Kastanie ist also seit Jahrhunderten Teil der Hower Geschichte – und müsste eigentlich auch Teil der Horwer Identität sein. Doch das ist kaum mehr der Fall, was mit dem faktischen Verschwinden der schönen Bäume erklärt werden kann: Mit der Abkühlung des Klimas während der sogenannten kleinen Eiszeit um 1700 und im Zuge der anschliessenden Industrialisierung (Eisenbahntransport, neue Agrarpflanzen) wurde die Kastanienkultur aufgegeben und geriet in Vergessenheit.

Der Kastanienhain
In Zusammenarbeit mit dem Verein Pro Kastanie Zentralschweiz erlebt die Edelkastanie und damit die Kastanienkultur an den traditionellen Standorten der Zentralschweiz und das Gedankengut um die Kastanie eine Renaissance. Im Gebiet Krämerstein/Utohorn wurde – in Kastanienbaum - ein Kastanienhain mit über 20 Kastanienbäumen realisiert. Es handelt sich dabei um die Edelkastanie (Castanea sativa) aus der Familie der Buchengewächse mit ihren auffälligen Blüten und essbaren Früchten – und nicht etwa um die mit den Kastanien nicht einmal verwandte und beim genaueren Hinsehen auch äusserlich recht unterschiedliche Rosskastanie (Aesculus hippocastanum). Der Kastanienhain ist ein lockerer Fruchtbaumbestand mit einer durchgehenden Krautschicht.

Die Sage
Vor vielen Jahren übernachteten auf einem sehr schön am Vierwaldstättersee gelegenen Hofe der Gemeinde Horw zwei Italiener. Als sie am Morgen weggingen, übergaben sie dem Gastgeber zum Danke zwei Kastanien, die er setzen sollte. Er tat's und sah zu seiner größten Freude bald zwei üppige Bäume heranwachsen, die er sorgfältig pflegte, bis sie ihm Früchte trugen. Indem er neuerdings Kastanien setzte, erwuchs ihm bei Lebzeiten ein Wald fruchtbarer, kräftiger Kastanienbäume. Von da an haben sich die Kastanienbäume dann auch weiter verbreitet; der Hof aber wurde nurmehr "Kestenbaum" geheissen.

Die "Sage von Kastanienbaum" ist übrigens an einer Hauswand in Kastanienbaum (Gebäude des Wasserforschungsinstituts EAWAG in Kastanienbaum, ganz an der Spitze der Halbinsel) vom Horwer Künstler Marcel Nuber bildlich dargestellt worden.
 
Sage_von_Kastanienbaum.pdf (76.9 kB)