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Politik

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Dringliche Interpellation Nr. 2017-671 von Mario Schenkel, FDP, und Mitunterzeichnenden: Schulraumplanung in der Gemeinde Horw

Geschäftsnummer
2017-671
Geschäftsart
Dringliche Interpellation
Status
Beantwortet
Datum
26.06.2017
Verfasser/Beteiligte
Roger Eichmann (Mitunterzeichner/in)
Nathalie Portmann (Mitunterzeichner/in)
Ivan Studer (Mitunterzeichner/in)
Mario Schenkel (Erstunterzeichner/in)
Hannes Koch (Mitunterzeichner/in)
Beschreibung
Dringliche Interpellation Nr. 2017-671
Schulraumplanung in der Gemeinde Horw
Schenkel Mario, FDP, und Mitunterzeichnende

Eingegangen am 26. Juni 2017
Mündlich beantwortet am 29. Juni 2017

Vorgeschichte:
Ich nehme Bezug auf die Interpellation Nr.2016-664 von Roger Eichmann, CVP, vom 10. Oktober 2016. Roger Eichmann warf darin die Frage auf, ob der Planungsbericht zur Schulentwicklung (B+A Nr. 1446) aus dem Jahre 2011 noch von den richtigen Schülerzahlen ausgehe, da er für das Schulhaus Mattli 108 Primarschüler für das Jahr 2016 prognostiziere, obwohl es zum Zeitpunkt der Interpellation ca. 180 Primarschüler waren.

Der Gemeinderat beantwortete diese Interpellation schriftlich und führte aus, dass die Abweichung folgende Gründe habe:
  • Die Entwicklung der Bautätigkeiten im Schulkreis Kastanienbaum wurde 2011 unterschätzt. So geht die Schulraumplanung Stand 2014 davon aus, dass rund 20 Wohneinheiten mehr realisiert werden, als 2011 angenommen worden ist.
  • Der Effekt des Generationenwechsels (ältere Ehepaare ziehen aus ihren Häusern oder Wohnungen aus und es ziehen junge Familien mit Kindern ein) wurde in der Schulraumplanung 2011 nicht berücksichtigt. So wurden nun zusätzlich rund 20 Wohneinheiten mit Kindern in die Prognose aufgenommen.
  • Die Geburtenrate in der Prognose 2011 wurde zu tief prognostiziert.
Weiter führte der Gemeinderat aus, dass die Schulraumplanung Stand 2011 im Jahre 2014 aktualisiert wurde. Auf Basis der Schulraumplanung 2014 wurde durch die Bildungskommission und den Gemeinderat der Entscheid gefällt, dass die Auslegung auf 9 Schulklassen (und 2 Kindergärten) den mittel- und längerfristigen Bedarf des Schulkreises Kastanienbaum komplett abdecken könne. Damit alle Schüler aus dem Schulkreis Kastanienbaum im Schulhaus Kastanienbaum in den 9 Klassen Platz finden, muss das Klassenführungsmodell geändert werden. Zurzeit stehen die beiden folgenden Klassenführungsmodelle noch zur Diskussion:

  • Modell 6 + 3, d.h. je eine jahrgangsgetrennte Klasse pro Jahrgang plus 3 altersgemischte Klassen
  • Modell 3 x 3, d.h. je 3 altersgemischte Klassen pro Stufe

Das sagte der Gemeinderat vor einem Jahr zur abschliessenden Beantwortung der Frage von Roger Eichmann, ob man denn das Schulhaus Mattli mit der Sanierung nicht gleich erweitern solle, um den Platzbedarf zu decken.

Meine Fragen zur Schulraumplanung des Gemeinderates, der Bildungskommission und des Rektorats:
  1. Ist es richtig, dass sich die Schulhäuser Hofmatt und Allmend gemäss B+A Nr. 1558 vom 14. April 2016 betreffend Planungsbericht Immobilienstrategie der Gemeinde Horw an ihren Kapazitätsgrenzen befinden (Schulküche wurde bereits in Klassenzimmer ausgebaut).
  2. Ist es richtig, dass bereits 10 Kinder, welche in den Schulkreis Spitz gehörten, ins Schulhaus Allmend oder Palazzine zur Schule gehen müssen und trotzdem keine zusätzlichen Klassenräume bei der Sanierung des Schulhauses Spitz eingeplant wurden?
  3. Ist es richtig, dass bereits heute 2 Primarschulklassen aus Platzmangel im Dorf (Allmend, Spitz, Hofmatt) im Provisorium eingeschult wurden?
  4. Plant der Gemeinderat dieses Provisorium fest ein, um den Schulraumbedarf zu decken?
  5. Ist es richtig, dass gemäss B+A Nr. 1592 Finanz- und Aufgabenplan 2018 - 2023 bis im Sommer 2021 «aufgrund der demografischen Entwicklung» mit 9 zusätzlichen Klassen gerechnet wird und trotzdem kein einziges bestehendes Schulhaus bei den Sanierungen erweitert werden soll?
  6. Wäre es nicht viel sinnvoller das Schulhaus Mattli im Zusammenhang mit der Sanierung auch gleich um einige Klassenzimmer zu erweitern (günstiger als in einem Zug mit der Sanierung dürfte man wohl kaum je zu richtigen Klassenzimmern kommen), damit der Schulraumbedarf für den Schulkreis Kastanienbaum auch effektiv gestillt werden kann? Schliesslich wird im Langensand gebaut, gleich unterhalb des Mattli-Schulhauses soll gebaut werden, der Sonnhaldepark soll gebaut werden, im Stutzquartier sind div. Überbauungen geplant (u.a. Dittlipark) etc. Zudem könnte man wohl weiterhin die Klassen auffüllen mit den Felmiskindern, die seit Jahren als Puffer bei der Klassenzuteilung verwendet werden, und so auch weniger Druck auf das Schulhaus Hofmatt resp. die Schulhäuser im Zentrum von Horw auszuüben.
  7. Darüber hinaus wird im Stirnrüti gebaut, der Felmispark wird gebaut, die Überbauung Obstberg kommt und auch die Hochhäuser im Zentrum und Luzern Süd/Mattenhof werden realisiert. Es werden also überall in Horw Überbauungen mit Mehrfamilienhäusern erstellt, was Familien mit Kinder anziehen wird. Die Schulhäuser im Zentrum von Horw wurden kürzlich teilsaniert (Spitz) resp. ein Ausbau ist nicht geplant (Hofmatt). All diese Schulhäuser stossen schon heute an ihre Kapazitätsgrenzen. Wäre eine dezentrale Erweiterung des Schulraumes, welche das Bevölkerungswachstum am jeweiligen Ort abbildet, nicht sinnvoller als einfach mit der Palazzine und dem Schulhaus Allmend II zu planen?
  8. Es ist für den lnterpellanten unverständlich, wie man beim sanierungsbedürftigen Schulhaus Mattli mit 9 Klassenzimmern planen kann, obwohl es im Mattli (ohne die Überbauungen: Sonnhaldepark, Langensand, Dittlipark etc.) in der Vergangenheit schon 12 Schulklassen gebraucht und gegeben hatte und das Schulhaus Hofmatt bezüglich Kapazität am Anschlag ist. Oder verhält es sich so, dass alle Felmiskinder zukünftig im Hofmatt eingeschult werden? Wohin gehen dann die übrigen Kinder aus dem Schulkreis Hofmatt? lm Hofmatt hat es ja keinen Platz?
  9. Wäre es sinnvoll, vorerst die zukünftigen Schulkreise zu diskutieren bevor man beschliesst, alle Schulhäuser lediglich zu sanieren und nicht zu erweitern?
Besten Dank für die Beantwortung meiner Fragen.