Horw Zentrum
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Vom 28. bis 30. Oktober 2004 wurde mit einem vielfältigen Programm die Eröffnung des neu gestalteten Zentrums gefeiert. Die Bevölkerung traf sich zu einem gelungenen Dorffest. Es war das Fest zum Abschluss einer jahrelangen Planung und Grossbaustelle mit der Überbauung West und Ost sowie der ersten Etappe der Kantonsstrassen-Neugestaltung. | |
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Das komplexe Bauwerk verlangte einen hohen Einsatz und ein grosses Engagement von der Gemeinde Horw, der Luzerner Pensionskasse, der Schmid & Partner Generalunternehmung AG Luzern sowie Coop und Migros als beteiligte Partner. Die am Bau beteiligten Unternehmen, aber auch alle im Zentrum ansässigen Betriebe und Geschäfte, waren in dieser Zeit stark gefordert und hatten nun allen Grund zum Feiern. Die ganzheitliche Idee des Zentrums konnte realisiert werden. "Horw Zentrum" ist gelungen! Unter "Horw Zentrum" positionieren sich die Geschäfte im Ortskern neu und treten gemeinsam auf. Es ist nach der langen Baustellen-Durststrecke Zeit für diesen neuen gemeinsamen Aufbruch. Alle sind interessiert an einem lebendigen Zentrum, das für die Horwerinnen und Horwer ein attraktives Einkaufs- und Dienstleistungszentrum sein soll und darüber hinaus ein Ort für Begegnungen, Treffpunkt und ein Stück Horwer Identität und Geschichte. Das alles wurde an der Eröffnung spürbar. Der Hochseilakt mit David Dimitri symbolisierte zum Auftakt die Zentrumsidee mit der Verbindung von Ost und West. Die Geschäfte "Horw Zentrum" boten mit Unterstützung des Gewerbevereins Horw und Sponsoren ein attraktives Rahmenprogramm über die drei Eröffnungstage hinweg. Kunst am Bau im neuen Ortskern 2004 wird in die Horwer Historie eingehen als das Jahr des neu gestalteten und erweiterten Ortskerns. Das Projekt "Verlauf" von Karin Niffeler setzt im neuen Zentrum seinerseits lokalgeschichtliche Akzente. "Verlauf" - Eingebrannte Horwer Geschichte Der Verlauf der Horwer Geschichte beginnt im Osten und endet - vorläufig - im Westen. So jedenfalls hat es die Künstlerin Karin Niffeler beschlossen, deren Projekt "Verlauf" - erkoren im vergangenen Winter im Rahmen eines zweistufigen Wettbewerbs für Kunst am Bau im Ortskern - im neu gestalteten Zentrum einen markanten Akzent setzt. "Verlauf" umfasst zehn Sitzelemente, die in der Zentrumsüberbauung von Ost nach West gesetzt werden - gewissermassen ein Brückenschlag vom "alten" Ortskern über den Dorfbach zum neuen Ortskern. Und dieser Verlauf von Alt nach Neu gibt auch den historischen Ablauf vor: Die zehn Sitzbänke erzählen Horwer Geschichten. Jede Station greift chronologisch, in Bildern, Illustrationen und kurzen Texten, je eine Episode, eine Epoche oder ein Ereignis aus der Gemeindegeschichte auf, von der Urzeit bis in die Gegenwart. Die Zeichnungen, die sich zum Teil auf historisches Bildmaterial beziehen und Texte, entstanden in Zusammenarbeit mit dem Journalisten Stefan Christen. Position, Dimensionen und Materialien fliessen in die Bodengestaltung ein. Dabei erhält jede Sitzbank eine andere Farbgebung. Von Ost nach West, das heisst im konkreten Fall auch von Gelb nach Rot, getreu nach den Horwer Wappenfarben. Glas aus Hergiswil Eingelassen in diese steinernen Sitzbänke sind gläserne Platten, worin die Zeichnungen und Texte rund um Horwer Geschichte(n) eingebrannt wurden. Dabei entschied sich Karin Niffeler bewusst für das handwerklich hochwertig gefertigte Glas aus Hergiswil, das im Gegensatz zum kalten Industrieglas viel Wärme ausstrahlt. Der Guss, der für das Projekt "Verlauf" verwendeten Glasplatten wurde für sieben routinierte Kunsthandwerker der Glasi Hergiswil zu einer speziellen Herausforderung. Gemeinsam entnahmen sie dem Brennofen mit einer grossen Schöpfkelle jeweils 50 Kilogramm zähflüssige Glasmasse und gossen diese in eine Form. Die entstandenen Glasplatten mussten während mehreren Tagen im Ofen langsam ausgekühlt werden. Auf die Unterseite der ausgekühlten Platten wurden anschliessend in einem speziellen Verfahren die Texte und Zeichnungen eingebrannt - ein Vorgehen, das in der Glasmacherei als Abschiebetechnik bezeichnet wird. Je zwei dieser Glasplatten bilden einen Teil einer Bank aus Gneis und werden in der Nacht von unter leicht beleuchtet. Durch Hergiswiler Glas schimmert also künftig im neuen Ortskern Horwer Geschichte. Künstlerin Karin Niffeler Karin Niffeler ist in Horw aufgewachsen und lebt heute in Zürich. Nach einer Ausbildung zur Steinbildhauerin besuchte sie die Hochschule für Gestaltung und Kunst in Luzern (Höhere Fachklasse für Freie Kunst). Heute ist die 32-Jährige, neben ihren künstlerischen Projekten, auch als Multimedia-Produzentin tätig. 1999 erhielt sie den Wettbewerbspreis "Kunst im öffentlichen Raum" für eine Arbeit an Wohnbauten der Genossenschaft "Familie" in Emmen. Und in Horw wurde Karin Niffeler bereits 2003 beigezogen zur künstlerischen Gestaltung der Horwerhalle. Und nun also das Werk "Verlauf". Weitere Informationen zum Projekt finden sich im Internet unter www.corpora.ch. Bank-Geheimnisse Im neuen Ortskern zu schlendern, daselbst zu verweilen, soll attraktiv sein. Dazu will das Projekt "Verlauf" mit seinen Bank-Geheimnissen beitragen - auch indem es Horwer Geschichte aus der abgeschlossenen Welt von Geschichtsbüchern und Archiven befreit und im öffentlichen Raum visualisiert. Mit einer Inszenierung im Rahmen der Eröffnung des neuen Horwer Ortskern wurden die zehn Sitzbänke am Abend des 29. Oktober enthüllt. Die Realisierung des Projekts "Verlauf" wurde ermöglicht durch Zuwendungen von: Luzerner Pensionskasse, Schmid & Partner Generalunternehmung AG Luzern, Luzerner Kantonalbank, Raiffeisenbank Horw, Coop, Migros und Gemeinde Horw. | |



