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Aktuelles


08 «Projekt Smart Density» –Visionen fürs Riedmatt-Quartier

Beschreibung
Das Horwer Riedmatt-Quartier ist im Rahmen eines Forschungsprojekts der Hochschule Luzern (HSLU) untersucht worden. Hintergrund ist die zunehmende Bodenknappheit und der Druck auf Wohngebiete. Beim Projekt «Smart Density – Qualitätsvolle Verdichtung und moderner Holzbau» wurden Bauland-Reserven geprüft und Verdichtungsmöglichkeiten aufgezeigt.

Die Analyse
Das Quartier Riedmatt befindet sich an einer hervorragenden zentralen Lage, nahe bei den Infrastrukturen und unweit von Natur- und Erholungsgebieten. Viele der Wohnhäuser sind jedoch sanierungsbedürftig. Im Allgemeinen werden Wohnungen im tieferen Preissegment angeboten. Diese sind klein und entsprechen nicht den heutigen durchschnittlichen Wohnbedürfnissen. Aus einer Grundeigentümerbefragung geht hervor, dass die im Quartier wohnenden Eigentümer sich eine ausgewogene Bevölkerungsdurchmischung wünschen.

Grünräume und Verdichtungen
Im Untersuchungsgebiet wurde, gemessen an den Zonenbestimmungen, ein geringes Verdichtungspotenzial festgestellt. Von insgesamt 32 Parzellen haben lediglich 12 Parzellen eine Verdichtungsmöglichkeit von etwa 60 bis 70 m2, weitere 9 Parzellen können bis max. 60 m2 nachverdichtet werden. Die offene Bauweise der 1950er und 1960er-Jahre mit grosszügigen Freiräumen gilt als Qualitätsmerkmal, die bei einer möglichen Verdichtung berücksichtigt und bewahrt werden sollte.

Probleme
Mit dem Wachstum des Individualverkehrs verlor das Quartier, aufgrund einer schleichenden Zunahme von Aussenparkplätzen, allmählich an Grün- und Freiraumflächen. Der Verkehr und die Parkierungsproblematik im Quartier wurden von den EigentümerInnen stark thematisiert. Eine gute Freiraumgestaltung (z.B. Strasse als Begegnungszone) trägt für hohe Qualitäten eines Quartiers bei und kann mit einfachen, wirksamen baulichen und gestalterischen Massnahmen erreicht werden.

Haltung zu Verdichtung
Grundsätzlich stösst das Thema Verdichtung auf eine breite Akzeptanz. Die GrundeigentümerInnen sehen die grössere Anzahl der Bewohnenden auf gleichem Raum und den schonungsvollen Umgang mit dem Bauland sowie die Erneuerung des Häuserbestands als Chance. Gleichzeitig werden auch einige Bedenken geäussert, insbesondere, dass der dörfliche Charakter des Riedmatt-Quartiers und die heutige soziale Stabilität verloren gehen könnten.

Verschiedene Möglichkeiten
Bestehende Gebäude können durch Anbauten ergänzt werden, dadurch entstehen jedoch keine zusätzlichen Wohneinheiten. Die zweite Strategie sieht sowohl Aufstockung wie auch Ersatzneubau vor. Dies bietet die Möglichkeit, Flächenreserven auszuschöpfen und die Parkplatz-Situation besser zu lösen. Mit dieser Variante werden neue Wohneinheiten geschaffen, was zusätzliche Einwohner bedeutet. Smart Density heisst Verdichtung mit Qualität. Mehr Informationen zum Thema in den Studienunterlagen der Hochschule Luzern –Technik und Architektur, Horw.
Smart_Density_Infoveranstaltung_20130131_2.pdf (pdf, 1708.1 kB)

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