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Aktuelles

Pädagogische Hochschule Luzern (PH) kommt nach Horw und Campus Horw steht vor grossen Investitionen

Der Luzerner Regierungsrat will für die Raumbedürfnisse der Hochschule Luzern – Technik & Architektur und für die Pädagogische Hochschule Luzern auf dem Campus Horw eine gemeinsame Lösung anbieten. Diese soll zwischen 2020 und 2026 realisiert werden. Es wird mit Gesamtkosten von 333 Millionen Franken gerechnet. Die Finanzierung soll über eine kantonseigene Immobilien AG sichergestellt werden. Der Horwer Gemeinderat begrüsst die Pläne für die Erneuerung und Stärkung des Hochschulstandorts Horw.

Der Campus Horw steht vor grossen Investitionen: Einerseits soll die Hochschule Luzern – Technik & Architektur aufgrund des Raumbedarfs am heutigen Standort saniert und erweitert werden. Andererseits ist geplant, die verschiedenen Standorte der Pädagogischen Hochschule Luzern (PH Luzern) auf dem Areal zusammenzuziehen. Die Realisierung soll ab 2020 in Etappen erfolgen, ohne aufwändige Provisorien auskommen und bis 2026 abgeschlossen sein.

Horwer Gemeinderat hoch erfreut
Unterstützung erhalten die Pläne für den Ausbau des Campus Horw von Ruedi Burkard, Horwer Gemeindepräsident. Er zeigte sich überzeugt davon, dass sich infolge der guten Lage, der Infrastruktur und der gesamten Weiterentwicklung des Gebiets Luzern Süd für alle Beteiligten Synergiegewinne und Betriebsoptimierungen erzielen lassen. «Der Horwer Gemeinderat ist hocherfreut, dass mit diesem Projekt und dem Zuzug der Pädagogischen Hochschule der Campus Horw weiter gestärkt wird», sagte Gemeindepräsident Ruedi Burkard.

Einmalige Gelegenheit
Mit der Campus-Lösung hat der Kanton Luzern die Gelegenheit, verschiedene Bedürfnisse nach bildungspolitischen, wirtschaftlichen und auch finanzpolitischen Gesichtspunkten optimal unter ein Dach zu bringen. Dadurch lässt sich ein sehr attraktives und innovatives Umfeld schaffen, das den Wirtschaftsstandort Luzern bedeutend unterstützen und verändern kann. Ihre Pläne haben die Verantwortlichen heute an einer Medienkonferenz vorgestellt.

Handlungsbedarf ist gross
Für den Luzerner Bildungsdirektor Reto Wyss ist klar: Platzprobleme, steigende Studierendenzahlen und dringend notwenige Sanierungen zwingen den Kanton bei der Hochschule Luzern – Technik & Architektur am heutigen Standort in Horw zum Handeln. Eine Sanierung des 1977 erstellten Gebäudes ist bisher noch nie erfolgt. Gemäss dem Bildungsdirektor sind nun die Sanierung und der Ausbau, beziehungsweise die Kapazitätserweiterung als Bildungs- und Forschungs-Campus nicht mehr aufschiebbar.

Auch der Direktor der Hochschule Luzern – Technik & Architektur, Viktor Sigrist, sprach von der zwingenden Notwendigkeit, die Zukunftssicherung des Standortes Horw jetzt anzupacken. Ins Zentrum stellt er die Weiterentwicklung der vorhandenen Kompetenzen in den Kernthemen Technik und Bauen sowie deren enge Verzahnung, so beispielsweise bei zukunftsträchtigen Themen wie Smart Buildings oder integrale Gebäudetechnik. «Mit rund 1900 Bachelor- und Master-Studierenden und fast 500 Mitarbeitenden sind wir ein bedeutender Motor für die Innovation und Wirtschaftsentwicklung in der Region. Wir gehören schweizweit zu den besten Bildungs- und Forschungsinstitutionen. Doch die Konkurrenz ist gross, und der heutige Vorsprung kann schnell verloren gehen. Daher sind eine moderne Infrastruktur, gut qualifizierte Mitarbeitende und herausragende Studierende unerlässlich», gab Sigrist zu bedenken.

Mit der geplanten Integration der PH Luzern können weitere Herausforderungen gelöst, Synergien genutzt und Platzprobleme entschärft werden. Derzeit ist die PH Luzern auf zehn verschiedene Liegenschaften verteilt, was unwirtschaftlich und kostenintensiv ist.

Ideale Voraussetzungen für Campus-Lösung
Der Campus Horw umfasst eine Grundstücksfläche von rund 67'500 m2, wovon knapp die Hälfte unbebaut ist. Kantonsbaumeister Hans-Urs Baumann stellte vor den Medien die Bauetappierung in drei Phasen vor:
  • In einer ersten Phase ist für die Hochschule Luzern – Technik & Architektur ein Erweiterungsbau mit einer Hauptnutzfläche von weiteren 12'000 m2 geplant. Der Bezug dieser Erweiterung ist für 2024 vorgesehen.
  • Nach erfolgtem Bezug des Erweiterungsbaus kann die zweite Phase, die längst notwendige Sanierung der bestehenden Bauten, angegangen werden (Bauende 2026). Mit dieser etappierten Vorgehensweise können teure Provisorien vermieden werden.
  • In einer dritten Phase werden die heute zehn Standorte der Pädagogischen Hochschule aufgegeben. Diese zieht an den neuen Standort Campus Horw. Die derzeit zugemieteten Flächen werden gekündigt und kantonseigene Liegenschaften, sofern nicht anderweitig für den Eigengebrauch benötigt, verkauft oder im Baurecht abgegeben.

Vernetzung von Lehre, Forschung und Innovation
Regierungsrat Robert Küng stellte einen weiteren Trumpf der Campus-Lösung vor: Auf dem Areal verbleibt eine Fläche von rund 20‘000 m2. Diese Fläche wird für Unternehmen, Startups sowie nationale und internationale Forschungsteams zur Verfügung stehen, welche sich mit den Lehr- und Forschungstätigkeiten der Hochschule Luzern – Technik & Architektur, beispielsweise im Themenbereich Gebäudetechnik, aber auch in den anderen Lehr- und Forschungsbereichen vernetzen möchten. Der Luzerner Regierungsrat unterstützt deshalb aktiv die Zentralschweizer Initiative, einen mit dem Standort Zürich/Dübendorf vernetzten Innovationspark zu errichten. Aus der Sicht des Kantons Luzern erfüllt der Campus Horw mit der Hochschule Luzern – Technik & Architektur alle Standortkriterien zur Ansiedlung des Innovationsparks. Regierungsrat Robert Küng ist überzeugt, dass auf dem Campus Horw ein grosses Zukunftspotenzial für die Zentralschweizer Wirtschaft liegt, welches es noch stärker zu nutzen gilt. Denn wo Lehre, Forschung und Entwicklung praktiziert werden, siedeln sich auch schnell Firmen an, um vom gebündelten Know-how profitieren zu können.

Kantonseigene Immobilien AG zur Finanzierung
Es wird mit Gesamtkosten von 333 Millionen Franken gerechnet (siehe Kasten). Die Finanzierung soll über eine kantonseigene Immobilien AG sichergestellt werden, welche neben der Finanzierung der Hochbauten vor allem für die Bewirtschaftung sorgen soll. Diese Auslagerung hat den Vorteil, dass die Immobilien AG professionell im Bereich der Bauten agiert und schneller auf Veränderungen reagiert, wie Finanzdirektor Marcel Schwerzmann ausführte. Sämtliche Räumlichkeiten auf dem Areal werden durch die Immobilien AG zentral verwaltet und somit auf den wechselnden Bedarf der unterschiedlichen Schulen zugeteilt. Damit werden die Auslastung erhöht und Leerstände vermieden. Die Immobilien AG tritt am Kapitalmarkt auf und versucht zu möglichst günstigen Konditionen die notwendigen Mittel zu beschaffen.

Die Hochschule Luzern, die Pädagogische Hochschule Luzern und weitere Nutzer sind Mieter bei der Immobilien AG. Zudem können weitere Ansiedlungen effizient realisiert werden. Der Kanton bleibt mit der Auslagerung an eine Immobilien AG zu 100 Prozent Eigner und auch Garant. Er betritt damit kein Neuland: Mit der Auslagerung der Spitäler wurden in diesem Bereich bereits positive Erfahrungen gemacht.

Die Zeit drängt
Aufgrund des Raumbedarfs und des Alters der Hochschul-Immobilie in Horw ist der Zeitfaktor von zentraler Bedeutung. Die gleiche zeitliche Herausforderung stellt sich im Bereich des Innovationsparks, wo der Standort Zentralschweiz in den nächsten Jahren definitiv verteilt wird.

Bevor die erste Bauetappe in Angriff genommen werden kann, wird das Volk an der Urne zum Campus Horw abstimmen können, voraussichtlich im Jahr 2018.
Luftaufnahme des Campus Horw, wo in Zukunft neben der Hochschule Luzern, Technik & Architektur, auch die Pädagogische Hochschule stationiert sein wird.
Luftaufnahme des Campus Horw, wo in Zukunft neben der Hochschule Luzern, Technik & Architektur, auch die Pädagogische Hochschule stationiert sein wird.

Datum der Neuigkeit 6. Juli 2017